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Millionen für den Tourismus: St. Peter-Ording bleibt Vorreiter

Erscheinungsdatum: Januar 2007

 

 

St. Peter-Ording – Stillstand ist ein Begriff, der im Sprachgebrauch von St. Peter-Ording schlichtweg fehlt. Das liegt naturgemäß am Lebensgefühl des Ortes, das von der Dynamik des Windes, der Nordseewellen und nicht zuletzt vom Kommen und Gehen der rund 200.000 Gäste im Jahr geprägt ist. Zugleich verhindert aber auch der traditionell veranlagte Pioniergeist alle Stagnation. Seit das namhafte Nordseeheil- und Schwefelbad 1838 den ersten „beurkundeten“ Urlauber empfing, wurde kein Aufwand an Fantasie und Finanzmitteln gescheut, um den Ort zu einer der ersten Urlaubsadressen an der deutschen Westküste zu machen. Buchstäblich herausragend zeigt sich diesbezüglich die jüngere Vergangenheit: während der letzten 10 Jahre hat St. Peter-Ording 40 Millionen Euro in seine touristische Attraktivität investiert.

 

Damit verkörpert der Kur- und Ferienort eine produktive Gastlichkeit, deren Ausmaß ihresgleichen sucht. Schließlich ist St. Peter-Ording eine vergleichsweise kleine Gemeinde. Verteilt auf vier Ortsteile von ganz unterschiedlichem Charakter säumt das Heilbad auf einer Länge von 12 Kilometern die Seeseite der Halbinsel Eiderstedt. Rund 4200 Einwohner haben hier ihren festen Wohnsitz. Im Sommer kann sich die Zahl ohne weiteres um 20.000 erhöhen. Für Tourismus-Direktor Bernd Paulsen folgt daraus ein kostspieliges Rechenexempel: „Wir müssen die Infrastruktur einer mittleren Kleinstadt vorhalten.“ Und nicht nur das. Die saisonalen Bewohner wünschen erwiesenermaßen weit mehr als „nur“ ein geregeltes Gemeinwesen und ein Dach über dem Kopf. Zudem wachsen die Ansprüche der Gäste an Leistungsqualität und –vielfalt von Jahr zu Jahr.

 

Ergänzend zu den rund 20.000 Gästebetten am Ort, zur üppig repräsentierten Gastronomie und zu allen klassischen Ferien- und Freizeitangeboten hat St. Peter-Ording deshalb kreativ und gründlich in die touristische Zukunft investiert. Dass das Land Schleswig-Holstein dabei rund die Hälfte der Finanzlast übernommen hat, bestätigt nach den Worten von Tourismus-Direktor Paulsen die eingeschlagene Richtung. Die Landesregierung betrachte das Nordseeheil- und Schwefelbad als Flaggschiff im Fremdenverkehr und fördere dessen Spitzenposition auf der touristischen Sympathieskala deshalb mit gutem Grund.

 

Auf dem Weg ins zukunftsfähige touristische „Neuland“ hat St. Peter-Ording mittlerweile zahlreiche richtungsweisende Meilensteine gesetzt. Dazu zählen die Umgestaltung der Durchgangsstraße im Ortsteil Bad zu einer modernen Flaniermeile, die Anlage eines flächendeckenden Parkleitsystems und die Einrichtung eines großzügig ausgestatteten Kinderspielhauses. Mit großem Aufwand wurde die Zuwegung zu den Stränden optimiert: von allen Ortsteilen aus geleiten Holzstege die Fußgänger und Fahrradfahrer mitten hinein ins weitläufige Sandparadies zwischen Dünen, Salzwiesen und Flutsaum. Sportive Gäste können zudem im ersten deutschen „Nordsee-Fitness-Park“ ihre Runden drehen: 2004 legte St. Peter-Ording Läufern, Walkern und Wanderern den 15 Kilometer langen, landschaftlich einzigartigen Parcours buchstäblich zu Füßen.

 

Von außergewöhnlicher zeitlicher, räumlicher und investiver Größenordnung sind zudem die folgenden Projekte und Neugestaltungen:

 

 

Seebrücke und Promenade

Mit dem Ende der Wintermonate 2007 verabschiedet St. Peter-Ording sich auch vom „kühlen“ Erscheinungsbild seiner bisherigen Promenade. Mit einem Kostenvolumen von rund 6,5 Millionen Euro wird der seeseitige Spazierweg im Ortsteil Bad in völlig neue Form gebracht. Zentrierend einladende Funktion erhält die so genannte „Buhne“, die mit einem weiträumigen Rondell den Übergang von der Seebrücke zur Promenade bildet. In der Art eines klassischen Schiffsanlegers werden Holzplanken und erlesenes Betonpflaster zu einer modernen Veranstaltungs-, Begegnungs- und Aktionsfläche kombiniert. Als besonders stimmungsvolles Gestaltungselement weist eine Reihe von Gasfackeln den Weg zur Seebrücke. Dabei handelt es sich um Unikate, die eigens für St. Peter-Ording angefertigt werden. Der Übergang zur Promenade wiederum wird als multifunktionales Areal ausgestattet. Hier finden sich Sitzgelegenheiten, Bäume und eine bewegte Wasserfläche, die Ebbe und Flut anzeigt. Der weitere Verlauf der geschwungenen Promenade schließlich eröffnet unterschiedlichste, gefällig angeordnete „Erlebnisräume“. Dazu zählen Wasserläufe, Klanginstallationen, Spielbereiche, ein Heckenlabyrinth, eine Liegewiese, Aussichtsplattformen sowie ein Konzertgarten. Mit der Fertigstellung der Promenade 2008 rundet sich eine Maßnahme, die 2005 einen spektakulären Auftakt erlebt hatte. Für 1,7 Millionen Euro war die gut 1000 Meter lange Seebrücke zur Hälfte erneuert worden. In seiner wellenförmigen, leicht und elegant wirkenden Form war hier ein maritimes Bauwerk realisiert worden, das in ganz Deutschland einzigartig ist.

 

 

Dünen-Therme

Die Dynamik der touristischen Erneuerung in St. Peter-Ording zeitigte Ende 2005 noch einen weiteren, wohlklingenden „Paukenschlag“. Im Rahmen einer 5-Millionen-Euro-Maßnahme wurde die „Dünen-Therme“ um ein modernes, leistungsstarkes Wellness- und Gesundheitszentrum erweitert. Die ganzheitlich ausgerichtete Anlage stellt die Verbindung zwischen den klassisch kurativen Maßnahmen und der vielgestaltigen Wellness- und Beauty-Palette neueren Zuschnitts her. Architektonisch von den Formen und Farben der Nordseenatur geprägt, sind hier die asiatischen Heil- und Entspannungszeremonien wie Ayurveda, Hamam und Shiatsu genauso angesiedelt wie die traditionelle Schlickpackung oder Meerwasser-Inhalation. Das Konzept hat sich bewährt. „Wir sind mit dem ersten Geschäftsjahr im neuen Wellness- und Gesundheitsbereich vollauf zufrieden“, betont Tourismus-Direktor Bernd Paulsen. Die Erwartungen wurden bereits um 20 Prozent übertroffen. Dank der großzügigen räumlichen Kapazitäten seien weitere Zuwächse abzusehen. Für die Dünen-Therme kommen die rosigen Aussichten zum passenden Zeitpunkt: am 9. Juni 2007 nullt die gastfreundliche Einrichtung zum ersten Mal. Zwar reicht die Geschichte des Gebäudes bereits in 1960-er Jahre zurück, als der Ort sich die Attraktion eines Wellenbades leistete. 1997 aber wurde ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen: die veraltete „Schwimmhalle“ wandelte sich in ein abwechslungsreiches Freizeit- und Erlebnisbad mit 1000 qm Wasserfläche, 98 m langer Black-Hole-Rutsche, vielerlei Becken-Variationen und hochkarätiger Saunalandschaft.

 

 

Hotelneubau

Zum ganzheitlichen Ansatz des Wellness-Konzeptes in St. Peter-Ording fügt sich ein weiteres ungewöhnliches Bauprojekt: in direkter räumlicher Anbindung an die Dünen-Therme eröffnet Mitte 2007 das in privater Trägerschaft realisierte Hotel „strand/gut resort“. Das Drei-Plus-Sterne-Haus präsentiert sich als „Design-Hotel“, das Funktionalität, technischen Fortschritt und Wohnlichkeit in Einklang bringen will. Für Tourismus-Direktor Bernd Paulsen hat der Neubau einen zusätzlichen, entscheidenden Vorzug: „Durch den direkten Zugang zur Dünen-Therme kann der Gast Unterkunft, Freizeit und Gesundheit bequem verbinden.“

 

 

Highlights

Namhafte, vielfach auch sportlich geprägte Veranstaltungen haben in St. Peter-Ording eine lange Tradition und eine vielversprechende Zukunft. Auch 2007 zählen wieder hochrangige Events und Meisterschaften dazu, beispielsweise:

  • Biikebrennen am 21. Februar
  • Osterregatta der Strandsegler vom 7. bis 9. April
  • Kitebuggy Eurocups am 23./24. Juni
  • 4. „Gegen den Wind“-Triathlon am 7. Juli
  • 4. „Gegen den Wind“-Halbmarathon am 8. Juli
  • Beach-Volleyball-Masters vom 20. bis 22. Juli
  • Kitesurf-Trophy / Deutsche Meisterschaft vom 3. bis 5. August
  • Kitesurf World Cup vom 18. bis 26. August



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